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Sanierung Ins Rebstockweg

Rebstockweg 7a, 3232 Ins

Das älteste Bauernhaus im Seeland

Der 1553 erbaute Rebstock in Ins ist das älteste Bauernhaus des Berner Seelands und ein prägendes Beispiel spätmittelalterlicher Baukultur, wie sie im Mittelland zwischen dem Waadtland und dem östlichen Jura zu finden ist. Als zentraler Teil einer historischen Hofanlage wurde das Gebäude umfassend saniert. Ziel des Projekts war es, die wertvolle historische Bausubstanz zu bewahren und durch präzise architektonische Eingriffe insgesamt sieben individuelle Wohnungen (2,5 bis 5,5 Zimmer) zu schaffen.

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Historischer Wohnteil

Der seit dem 16. Jahrhundert genutzte Wohntrakt unterlag strengen denkmalpflegerischen Vorgaben. Die bestehende Raumstruktur, Wände und Decken blieben unverändert. Ein neu geschnittener Durchgang durch die massive Bruchsteinmauer verbindet heute Küche und Wohnbereich und macht die Schichtung des alten Mauerwerks sichtbar. Historische Einbauschränke wurden restauriert, und die Bodenstruktur wurde im ursprünglichen Stil wiederhergestellt. Erneuerte Fenster und Türgriffe fügen sich stilistisch in den historischen Bestand ein. 

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Ehemaliger Stall- und Tenne-Bereich

Der Ökonomieteil wurde bis zum Dachstuhl ausgehöhlt, um den gewaltigen Luftraum optimal zu nutzen. In dieser Struktur entstanden moderne, über mehrere Etagen verschachtelte Wohnungen. Die Wohnung im Tenne-Bereich hebt sich durch die grossflächige Glasfront im Bereich der ehemaligen Tenneauffahrt deutlich von den anderen Wohnungen ab. Die grossflächige Glasfront verbindet den Neubau optisch mit dem Altbau und schafft einen Übergang zwischen den Epochen.

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Um die Räume unter dem Dach optimal zu belichten, wurden grosszügige Dachflächenfenster eingesetzt. Sie fügen sich zurückhaltend in die Dachlandschaft ein und eröffnen Ausblicke auf den historischen Dorfkern von Ins sowie die umliegende Umgebung.

Für die mehrgeschossigen Einheiten im Stallbereich wurden maßgeschneiderte Detaillösungen entwickelt: Ein rechteckiges, dreigeschossiges Möbelelement im Treppenbereich dient gleichzeitig als Raumtrenner, architektonisches Blickfang-Element und maximaler Stauraum, der von jeder Etage aus zugänglich ist.

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Gemeinschaft und Aussenraum

Das Gesamtensemble orientiert sich an einem bestehenden Gemeinschaftsgarten. Dieser fungiert als zentraler Ankunftsort und sozialer Treffpunkt für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Er verbindet die einzelnen Wohnungseingänge miteinander und führt den ursprünglichen Hofcharakter des Rebguts aus dem Jahr 1553 in eine zeitgemässe Form des Zusammenlebens über.

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